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4. Juni 2019

Total  müde und abgefuckt kamen wir mittags um 12 Uhr in Seoul am Flughafen an. 3:30 mussten wir in Hong Kong aufstehen damit wir unseren Flug bekamen, gelohnt hat es sich auf jeden Fall.

Am Flughafen holten wir als allererstes eine Prepaid Karte fürs Handy. Da es nicht wirklich günstig war mit 25 Euro für 10 Tage entschieden wir uns für nur eine Karte. Ich schnorrte mir in den Tagen überall mal zwischendurch WLAN.

Da wir uns Entschieden hatten mit dem Bus in die Stadt zu fahren, kauften wir uns eine T-Money Karte die rund 3 Euro kostete und richtig niedlich aussah. Die konnten wir aufladen und für den Bus und Bahn Betrieb benutzen.Im Hostel angekommen waren wir total fertig unser Hunger und das gute Wetter trieben uns jedoch hinaus. Wir aßen bei Subway und erkundeten ein bisschen die Gegenden. Im Hostel wieder angekommen schliefen wir leider Mittags schon ein. Spät abends wachten wir auf da wir Hunger hatten, um 1 Uhr Nachts machten wir uns also auf den Weg nach McDonalds. Dieser hatte jedoch nicht mehr auf. Auf unserem Weg kamen wir aber an einem Stand vorbei der scharfe Hähnchenstücke (Dakgangjeong)
verkauft. Es roch sehr lecker somit entscheiden wir uns es mitzunehmen und wir wurden nicht enttäuscht es schmeckte fabelhaft.Da wir erst gegen 3 Uhr einschliefen, wurden wir Mittags wieder erst Wach. Wir fuhren mit der U-bahn in die Stadt und aßen im Cafe. Ich fühlte mich leicht unwohl in meiner kurzen Hose, da die meisten Frauen lange Hosen oder Röcke trugen. Deswegen entschieden wir uns dafür shoppen zu gehen. Der koreanische Style der Frauen ist eher romantisch und schlicht. Ich kaufte mir eine Knöchelfreie Hose mit breiten Hosenbeinen und einen Pullover. Dominic entschied sich für eine blasse Jeanshose und einen grauen Pullover. Als ich grade in der Umkleide war quatsche Dominic mit einem Einheimischen, da er auch gelangweilt auf seine Frau wartete und bekam so ein paar Tipps für unsere Ausflüge in Seoul. Abends aßen wir beide eine halbe Pizza mit Knoblauchsoße.

Früher als Gestern begannen wir unseren Tag. Unser erster Tagespunkt war das alte Stadttor Dongdaemun.Danach gingen wir in das Seoul City Wall Museum hier wird gezeigt wie die Mauern gebaut wurden und wieso sie entstanden sind.Mit der U-Bahn ging es weiter zum Namsangol Hankok Village, dies ist eine Nachbildung alter koreanischer Häuser mitten in einem Stadtpark.

Nach den ganzen neuen Eindrücken wollte Dominic seine Haare mal wieder schneiden lassen. So richtig einfach war dies leider nicht, da die meisten Haarschnitt für Männer 40.000 WON kosten also um die 30 Euro. Wir fanden jedoch im gefühlten Ghetto einen Australischen Friseur mit guter Bewertung der Haarschnitte für 20 Euro anbot. Hungrig von der ganzen Lauferei bestellten wir im Anschluss einen Döner und machten uns auf den Weg zum Hostel.

Gegen halb 6, also überhaupt nicht unsere normale Zeit, mussten wir am nächsten Tag aufstehen. Unsere DMZ (Demilitarisierte Zone) Tour von Süd Korea startete nämlich früh morgens. DMZ ist eine entmilitarisierte Zone. Sie teilt die koreanischen Seiten in Nord- und Südkorea auf. Sie wurde nach dem drei Jahre dauernden Koreakrieg im Jahre 1953 eingerichtet.Ein bisschen Mulmig wurde mir im ersten Moment schon als wir zur Grenze kamen. Jeder musste seinen Ausweis zeigen und ein Soldat ging durch unseren Bus. Wachposten, Stacheldraht und Soldaten bewachten den Eingang zur demilitarisierten Zone.Wir besuchten zu aller erst den Imjingak Park, dieser ist voll mit Statuen zur Erinnerung an den Krieg. Dies ist jedoch auch ein Ort für all diejenigen die ihre Familien oder Heimat nie wieder sehen werden. Dadurch hängen auch viele Wünsche für die Familien an einem Zaun, der neben einer Brücke zum Gefangenenaustausch genutzt wurde früher.Danach ging es zu unserem Highlight es Tages zum Dora Observatory, von hier aus hatten wir einen guten Blick auf Nord Korea und seine Flagge. Früher gab es nämlich einen Flaggenkrieg zwischen Nord und Südkorea, diesen haben die Nord Koreaner mit einem 160 Meter hoch gebauten Flaggenmast gewonnen.Zwischen Nord und Südkorea sind einige Tunnel an der Grenze auf dem Antrag von Nord Korea zur Eroberung Südkorea erbaut worden. Gefunden wurden bis her 3 insgesamt soll es jedoch ca. 20 Stück geben. Süd Korea hörte von diesen Tunneln und grub sich zu diesen Tunneln durch, diese können heut zu Tage besucht werden. Am Ende der Tunnel sieht man Betonbarrieren, es sollen 3 Barrikaden sein sehen kann man jedoch nur 2.Die letzte Station war die Dorasan Station dies ist ein Bahnhof der früher genutzt wurde und nun 2013 wieder geöffnet wurde. Es dient als Symbole der Hoffnung das Nord- und Südkorea irgendwann wieder vereint sind. Sollte dies irgendwann so sein wär es möglich mit dem Zug nach Europa zu fahren.
Gyeongbokgung, wohl einst das Wahrzeichen von Seoul. Es ist nämlich der größte Palast von fünf Palästen in Seoul. An dem Sonntag hatten wir auch Glück denn 3 Schüler/-innen gaben uns kostenlos eine Führung durch diesen Palast. Es war für sie eine Schulaufgabe, denn 1x im Monat machen sie eine Führung für Touristen um ihr Englisch zu verbessern. Jiin eine Schülerin war total begeistert als sie uns deutsch Sprechen hörte und stellte sich so gleich in Deutsch vor. Sie möchte nämlich nächstes Jahr in Deutschland anfangen zu studieren. Wir redeten, ließen sie Fragen stellen. Dabei kam die Frage auf ob es wirklich Strände gebe, wo Menschen nackt baden. 😀 Am Ende machten wir zusammen ein Foto, tauschten unsere Daten aus und sie nahm noch ein Gespräch in Deutsch auf wo es um Majo ging, welche es hier in Asien so gut wie gar nicht gibt.Am letzten Tag fuhren wir zum Olympia Park, schauten uns das ewige Feuer an und genossen das schöne Wetter.Ein kleinen Umweg machten wir in den Stadtteil Gangnam. Im koreanischen Song Gangnam Style wurde das Musikvideo dort nämlich gedreht und auch der Song handelt von dieser reichen Gegend. Hier schlägt jedes Shoppingsherz nämlich höher, viele unterschiedliche Marken reihen sich hier nebeneinander.

Zum Abschied besuchten wir den N Seoul Tower auf einem Berg. Google Maps funktioniert leider nicht so richtig in Korea, nur U-Bahn und Bus Verbindungen werden angezeigt. Das führte dazu das wir leider nicht auf dem Berg ankamen mit dem Bus sondern nur davor. Somit mussten wir den Berg hinauf laufen. Auf unserem Weg trafen wir einen älteren Mann er fragte uns wo wir her kamen und erzählte uns das er auch 2 Jahre in Deutschland gelebt hatte. Er quatsche mit uns und wir mussten erraten wie alt er war. Meine Einschätzung war so um die 60 Jahre alt damit lag ich jedoch weit entfernt, denn er war 82 und noch richtig Fit.Zum Abschluss des Abends genossen wir noch ein koreanisches Barbecue. Bevor wir wieder unsere Sachen packten und alles vorbereiteten für Japan.

Von Korea hatte ich zuerst kein richtiges Bild vor Augen und auch keine Erwartungen. Nun nach dem Aufenthalt bin ich jedoch richtig begeistert von der Freundlichkeit der Mensch und ihrer Willkommenskultur. Für eine Metropole ist Seoul sehr grün und sauber außerdem hat es eine gute Infrastruktur. Dadurch kann ich es nur empfehlen.

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1 Kommentar
  1. Antworten

    Roger

    5. Juni 2019

    Ihr zwei schreibt echt tolle Reiseberichte über eure Stationen in Asien.
    Ich lauere schon immer auf den nächsten.

    Weiter so, und bleibt gesund und habt Spaß!!!

    Viele Grüße vom Papa!

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