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Osaka – Konnichiwa Japan

Von
am
8. Juni 2019

Ein sehr großer Wunsch von uns beiden ist in Erfüllung gegangen, wir sind in Japan!

Unser erstes Ziel in Japan hieß Osaka. Mit dem Flugzeug von Seoul aus dauerte der Überflug nach Japan nur etwas mehr als eine Stunde. Vom Kansai International Airport, der etwas außerhalb von Osaka lag, fuhren wir mit dem Bus direkt ins Herz von Osaka zur Namba Station. Die Busfahrt gestaltete sich am Anfang nicht ganz so leicht, da wir nicht genau wussten wo es Tickets gibt und wie das Ganze genau funktioniert. Zum Glück stehen an fast allen Haltestellen für Fernbusse ein paar freundliche Helfer, die normalerweise beim Einladen vom Gepäck behilflich sind. Einer von Ihnen sah uns etwas ratlos umher schauen mit dem Handy in der Hand und bot uns seine Hilfe an. Wir sagten ihm wo wir hin wollen und sofort zeigte er uns den richtigen Bus und half uns beim Kauf der Tickets. Die Busfahrt dauerte knapp 30 Minuten und wir fanden uns an der Namba Station wieder, welche in etwa mit einem Hauptbahnhof gleichzusetzen ist in Osaka.

Wir schnappten unser „kleines“ Reisegepäck und gingen ins innere des Bahnhofs. In Japan gibt es anders als in anderen Ländern nicht für alle Züge Nummern sondern die Zuglinien haben Namen. Wir mussten mit der sogenannten Osaka Loop Line fahren, wie der Name schon erahnen lässt ist dies eine Ringbahn, welche in einem großen Kreis immer durch Osaka fährt. Die Einteilung hier ist im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn. Fahrkarten werden hier wie in Deutschland gekauft, am Automaten und abhängig von der Distanz, steigt der Preis.

Dazu gibt es eine Karte mit allen Stationen und man kann schauen wie weit man fahren muss und kann direkt den Preis dazu sehen. Wir mussten in den  Stadtteil Tamasukuri, dieser war nur etwa 15 Minuten von Namba entfernt.

Angekommen in Tamasukuri liefen wir zu unserem Hostel, welches nur 250 Meter entfernt war von der Bahnstation. Tamasukuri wirkte wie ein kleiner ruhiger Vorort, alles sehr ruhig und sauber. Am Hostel angekommen checkten wir schnell ein, der Mitarbeiter zeigte uns unsere Betten und wir schauten uns erst einmal alles an. Wir bekamen eine Art Abteil mit 2 Hochbetten das mit einem Vorhang vom Flur getrennt werden konnte, der Mitarbeiter sagte das wir so etwas Privatsphäre hätten.

Auf unserer Etage gab es mehrere von diesen Abteilen, das größte hatte gerade einmal 4 Betten, also wirklich angenehm. Alles wirkte sehr gepflegt und neu, das haben wir so nicht oft erlebt. Wir hatten das Hostel aufgrund seiner guten Bewertung und Sauberkeit auch ausgesucht (Sauberkeit 9,1 von 10) und es war eine gute Entscheidung. Der große Flur wurde gleichzeitig als Gemeinschaftsraum genutzt, es gab eine lange Arbeitsplatte an der man sitzen konnte, mit einem kleinen Ofen, einer Mikrowelle und einem Wasserkocher. Ein Kühlschrank stand ebenfalls bereit so das wir auch Dinge kaltstellen konnten.

Wir hatten längere Zeit schon nicht mehr so eine Ausstattung und gingen aus diesem Grund erst einmal einkaufen im Nahe gelegenen Supermarkt. Wir kauften Brot, Wurst und Käse für ein gemütliches Frühstück. In Japan alles ganz normal verfügbar zu normalen Preisen, die Auswahl ist zwar etwas kleiner als in Deutschland, aber wir freuten uns auf ein „normales“ Frühstück. Wir fanden sogar kleine Roggenbrötchen und dunkles Brot. Den restlichen Tag verbrachten wir im Hostel, wie üblich kümmerten wir uns um Ausflüge, Sehenswürdigkeiten und unsere Homepage.

Am nächsten Tag starteten wir nach unserem Frühstück zum Osaka Castle, es ist eine alte Festung die im 16. Jahrhundert gebaut wurde und mehrfach ein Upgrade erhielt.

Aktuell befindet sich dort ein Museum im inneren und ganz oben eine kleine Aussichtsplattform. Rund um die Festung gibt es einen großen Park mit alten japanischen Siegestoren und weiteren Statuen und Gebäuden zu sehen. Wir schauten uns das Ganze Museum an und spazierten gemütlich durch den Park, mit 29 Grad und Sonne fast das perfekte Wetter, es gab viele Bäume die genug Schatten boten.

Danach liefen wir etwas durch Osaka und schauten uns nach etwas typischen japanischem zu Essen um und wir fanden mit Hilfe von Tripadvisor ein Restaurant. Dieses kleine Restaurant war bekannt für die besten Udon Nudeln in Osaka, es gab ca. 8 verschiedene Varianten der Udon Nudeln und ein paar kleinere Vorspeisen, sonst gab es nichts anderes dort. Wir gingen hinein, wurden sehr freundlich begrüßt und setzen uns an einen Platz der uns zugewiesen wurde. Annie bestellte nur Udon Nudeln mit Käse und ich bestellte mir die gleichen Nudeln, jedoch mit einer extra Portion Rindfleisch dazu. Kurze Zeit später hatten wir zwei riesige Schüsseln vor uns stehen und die Kellnerin erklärte uns kurz was wir für Gewürze nutzen könnten die auf dem Tisch schon bereit standen, dazu noch ein paar Schälchen mit Gemüse zum verfeinern.

Die Suppe schmeckte in etwa wie eine kräftige Bratensoße, dazu die Nudeln mit einer Spätzle ähnlichen Konsistenz und das Ganze getoppt von Käse der langsam schmolz und geschnittenen Frühlingszwiebeln. Die Udon Nudeln schmeckten uns sehr gut und auch das Rindfleisch welches ich dazu bestellt hatte war super, wir wurden nicht enttäuscht! Abends kuschelten wir uns ins Bett und schauten noch einen Film zusammen.

Unseren zweiten Tag nutzten wir zum ausschlafen und fuhren danach in die Innenstadt von Osaka zum Szeneviertel Dotonbori. In Dotonbori gibt es zig Läden mit Fast Food und sehr, sehr viele Restaurant. Außerdem noch Geschäfte für alle möglichen Dinge. Wir schauten uns in Ruhe alles an, gingen durch alle Passagen und kleinen Gassen. Fanden viele kuriose Dinge wie z.B. riesige bewegte Krabben als Werbung, Restaurants die japanischen Kugelfisch (sehr giftig wenn falsch zubereitet) anboten und mitten drin einen Fluss an dessen Ufer man entlang laufen konnte.

Außerdem riesige Spielhallen, mit ganz vielen Greifarm-Automaten und weiteren Geräten an denen man Essen und Spielzeug gewinnen konnte.

Gegen Abend gingen wir wieder Essen, diesmal gab es japanische Ramen. Ramen sind Nudelsuppen mit viel Einlage, diese Suppen sind jedoch etwas flüssiger und die Nudeln dünner. Annie nahm eine Variante mit Schweinebauch und Ei, für mich gab es die gleiche Ramen jedoch in der scharfen Version.

Für Annie war die Suppe nicht so gut, irgend ein Geschmack störte sie und sie versuchte die Suppe durch nachwürzen zu verbessern, jedoch vergeblich. Ich war mit meiner Suppe sehr zufrieden, mir schmeckte es und die Schärfe war genau richtig. Am Abend gingen wir mal wieder ins Kino, wir wollten uns einen japanischen Kultfilm nicht entgehen lassen.

Wer kann schon von sich behaupten Godzilla in Japan gesehen zu haben  😆  Wie immer lief eine Version auf englisch und wir konnten den Film ohne Probleme verstehen. Danach ging es für uns ins Bettchen, da wir am nächsten Tag etwas früher los wollten.

Den dritten und letzten Tag verbrachten wir in einem Vorort von Osaka und zwar Nara.

Nara ist bekannt für seinen Park, da es dort unzählige Rehe gibt die relativ zutraulich sind und frei auf dem Gelände rumlaufen. Also nicht nur auf dem Gelände sondern eigentlich fast überall, wir haben sogar welche auf einer etwas weiter entfernten Wiese vor einer Firma entdeckt. Schon auf dem Weg zum Park sahen wir eine Menge Rehe und freuten uns ein Bein ab, es gab sie in groß und klein, alle konnte man streicheln und wenn man Kekse hatte, die dort für relativ wenig Geld (150 YEN, ca. 1 EUR) wurde man regelrecht belagert von ihnen.

Wir holten ein paar mal Kekse und fütterten so viele wie wir konnten, waren die Kekse leer oder war nicht schnell genug beim verteilen wurde man auch schon mal gezwickt, was aber nicht wirklich weh tat. Die Rehe konnten auch Kunststückchen und zwar konnte man sich vor ihnen verbeugen und sie haben es nachgemacht.

Wir hatten viel Spaß und machten jede Menge Fotos und Videos. Das Wetter war an diesem Tag leider recht regnerisch aber wir schauten uns trotzdem den ganzen Park an, es gab außerdem eins der größten Holztore der Welt dort zu sehen und ein paar kleinere Schreine.

Gegen Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach Osaka und stattetem einer kleinen Berühmtheit im Stadtteil Kyobashi noch einen Besuch ab. Toyo ist ein Koch mit einem/einer Straßenstand/Straßenküche (Izakaya genannt) die durch Netflix sehr berühmt wurde. In der Doku-Serie „Street Food“ kommt er in Folge 2 vor und erzählt dort seine Lebensgeschichte und von seiner Liebe zum Kochen.

Wie erwartet, war es so voll dort, dass wir uns nicht zum essen anstellten. Wir schauten nur zu wie Toyo die Gäste bespaßte und dabei mit seinem Gasbrenner kochte, machten ein paar Bilder und Videos und sagten kurz Hallo.

Dieser Mann strahlt eine Herzlichkeit aus, die uns verstehen lies warum die Leute ihm den Laden einrennen.

Wir beide mögen nicht wirklich gerne Fisch, aber das was Toyo dort kochte, hätten wir trotzdem probiert, es war faszinierend für uns. Am Abend fuhren wir zurück in unser Viertel und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor, es ging wieder einmal weiter in die nächste Stadt. Wir haben noch einmal Wäsche gewaschen, alles soweit es ging schon mal gepackt und haben es uns im Bett bequem gemacht.

Am nächsten Morgen machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Kyoto!

Wie immer findet ihr noch viele Fotos und Videos zu Osaka und allen anderen Städten in unserer Mediathek, also schaut mal rein 😊

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